Im April 2006 habe ich mir nen neuen Schrankbrüter mit originalem Brüterzubehör der Firma Hemel gebaut, den will ich Euch hier vorstellen.

Ich werde aber nicht ganz ins kleinste Detail gehen sondern nur oberflächlich die wichtigsten Bauschritte erklären. Auch die Bemasungen sind nicht aufs Millimeter angegeben....

© by T. Rudi
Gleich am Anfang, so sieht er fertig aus :-)

Das gesamte Gerät ist ca. 1,80m hoch, ganz unten hab ich nen Sockel mit 25cm Höhe gemacht (sieht man hier nicht). Der untere Teil ist der Vorbrüter mit eigener Schaltzentrale und der obere Teil ist der Schlupfbrüter mit eigener Schalterei. Vor- und Schlupfbrüter werden unabhängig voneinander gesteuert.

Als Korpus diente mir ein alter Kleiderschrank aus Vollholz den ich am Dachboden gefunden hab. Lediglich als Rückwand musste ich zusätzlich ne 3cm Styrodurplatte einbauen da hier nur eine dünne Faserplatte drin war. Zum Reinschauen hab ich in die Türen 4mm Glas eingebaut...
© by T. Rudi Dies sind die elektronischen Teile die ich gekauft habe (alles mal 2). Zusätzlich ist noch ein Wendemotor dabei, den hatte ich schon eingebaut bevor ich die Fotos gemacht habe, weiter unten ist er aber eh zu sehen.
Die Ventilatoren haben 25cm Flügeldurchmesser, die Ringrohrheizungen haben 350 Watt, die Thermostate sind auf 500 Watt belastbar und gehen auf Zehntel genau, 2 Kunststoffrosetten für die Frischluft und 2 Kontrolllampen damit man sieht wann die Heizung läuft. Lichtschalter, Sparlampe, Fassung für das Licht und anderen Kleinkram hatte ich noch vom alten Brüter.
© by T. Rudi Zuerst baute ich die seitlichen Luftschlitze in beide Brüter, diese dienen der Luftzirkulation......
© by T. Rudi So sah der Schlupfbrüter im Rohzustand aus (LxBxH ca. 47 x 42 x 60cm). Seitlich sind wieder die Luftkanäle zusehen welche ca. 7cm ober dem Boden enden damit man noch schön eine Wasserschale darunter stellen kann.....
© by T. Rudi ... und so der Vorbrüter mit bereits eingebauter Wendevorrichtung. Der Wendemotor ist normalerweise für Schubwendung gedacht aber da er 25Kg schieben kann dachte ich er wird wohl auch ein paar Kilo heben und senken können und ich muss sagen das funktioniert super. Auf den Latten die man sieht liegen die Horden auf, das Gestänge fährt pro Tag 6 mal rauf und 6 mal runter (der Wendemotor macht 1 Umdrehung in 4 Std.). Das Gestänge ist eine Gewindestange an welcher die Latten im gleichen Abstand angeschraubt sind.
Der Vorbrüter misst (LxBxH) ca. 47 x 42 x 90cm.
© by T. Rudi Der Vorbrüter im Rohzustand mit 3 Horden.
© by T. Rudi © by T. Rudi ... danach 2x die Instrumentenplatte in welche ich mit der Stichsäge das Loch für den Ventilator und mit der Lochsäge das Loch für die Luftrosette schnitt.
Ein Loch für die Kontrollampe, eins für den Thermostat- Drehknopf und eins für den Schalter kamen später noch rein.
© by T. Rudi So schauts dann von vorne aus.
© by T. Rudi

Das ist nun der Vorbrüter mit seinen 3 Horden zu je 140 Wachteleiern. Die Horden liegen nur hinten auf den Latten (welche auf und ab gehen) und seitlich mit nem Bolzen damit sie sich drehen lassen auf. Die Bolzen sind ca. 3cm aus der Mitte so dass das Gewicht der Horde im hinteren Bereich höher ist, sonst würden sie womöglich vorne nach unten kippen. Die Bolzen liegen nur auf dünnen Latten auf die ich an den Seiten angeleimt habe.
In der mittleren Horde liegen die ersten 100 Eier meiner Testbrut. Nur so nebenbei, obwohl ich die Eier aus Deutschland bestellte hatte ich am 27.04. ne Schlupfrate von 64% und das ist schon super.
Unten sieht man die Wasserschale, die Luftfeuchte beträgt so genau 55% und das reicht für die Vorbrut. Alle 3-4 Tage ist das Wasser aufzufüllen.
© by T. Rudi So schauts im Schlupfbrüter aus. Oben die Schlupfhorde, unterhalb die Auffanghorde und ganz unten die Wasserbehälter welche die Luftfeuchte auf ca. 80% bringen. Rechts das Kabel ist der Fühler vom Thermostat welcher ca. auf Eioberkante angebracht ist. Oben sieht man auch die Lampe, da es sich um ne Sparlampe handelt die nicht heiss sondern nur lauwarm wird kann ich sie während des gesamten Schlupfs eingeschalten lassen. Ich finde die Kücken sind ruhiger wenn sie was sehen, sie schlafen trotzdem zwischendurch :-)
© by T. Rudi So sind die 2 Horden angebracht. Oben die Schlupfhorde wo die Eier stehend in den Wachteleierbechern stehen. Sobald die Kücken schlüpfen gehen sie zum Loch (neugierig wie sie sind) und fallen die paar Zentimeter auf das weiche Handtuch in der Auffanghorde.
© by T. Rudi Und so schaut das dann aus wenn tatsächlich Kücken geschlüpft sind :-) Unten rechts sind schon ein paar Kücken die durch den Schlitz nach unten gefallen sind.
Diese Methode ist super da die geschlüpften Kücken so nicht auf den Eiern herumtrampeln und somit die anderen beim Schlüpfen stören können.
© by T. Rudi Hier noch ein Foto von unten. Hier ist die Lampe und der Ventilator zu sehen. Aus Sicherheitsgründen wurde das Loch später mit nem Gitter abgedeckt damit man nicht aus Versehen in den Lüfter greifen kann. Der Ventilator läuft immer, nur so ist eine dauernde Luftzirkulation und somit eine ausreichende Sauerstoffzufuhr gewährleistet.
Die Ventilatorflügel im Schlupfbrüter habe ich fast ganz flach gebogen damit kein zu starker Luftstrom entsteht, auch erhöht sich dadurch die Luftfeuchte.
Hinten ist die Styrodurplatte zu sehen.....
Ich hoffe ich konnte Ihnen hiermit eine kleine Unterstützung bzw. Anregung geben. Sollten Sie noch Fragen hierzu haben dürfen Sie mir gerne eine senden.


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