Entstehung einer Legewachtel im Flächenbrüter


Ich will hier nicht die Entstehung von A - Z erzählen sondern nur die wichtigsten Punkte etwas umschreiben, also:

© by T. Rudi
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Als 1. benötigt man Platz wo es die geschlüpften Kücken unter der Wärmelampe schön warm haben werden, einen Brüter, Desinfektionsmittel evtl. aus der Apotheke und jede Menge befruchtete Eier.
Wenn man das alles hat kanns losgehen.
© by T. Rudi Ich schalte den Heizer des sauberen und desinfizierten Brüters schon immer einige Stunden bevor ich die Eier reingebe ein. Natürlich ist auch das Wasser schon in den dafür vogesehenen Behältern. Ab jetzt sollte man anfangen mitzuschreiben. Noch wichtig: Eier die man per Versand erhalten hat sollten 24 Stunden vor dem Bebrüten ruhig abliegen. Erst dann liegt die Schlupfrate bei etwa 50 %.
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Jetzt werden die Eier in den vorgewärmten Brüter gelegt. Den automatischen Wender schalte ich jetzt noch nicht ein da jetzt das Herz im Ei entsteht, jede Erschütterung könnte schon jetzt bezwecken dass da nie ein Kücken entsteht. 36 - 48 Stunden nach Brutbeginn kann man den Wender einschalten. Wasser muss immer im Brüter sein und die Luftfeuchte sollte vom 1. bis zum 15. Tag um die 55% betragen. Tägliche Temperatur- und Luftfeuchtekontrolle sollte selbstverständlich sein. Am 15. Tag kommen die Eier in den Schlupfbrüter welcher eine Luftfeuchte um die 80% haben soll und dort werden sie nicht mehr gewendet bzw. beim Flächenbrüter wird der Wender ausgeschalten und ebenfalls die LF erhöht damit sich die Kücken im Ei in Position bringen können und die LF weicht die Eierschalen auf dass die Kücken leichter schlupfen. Manch einer besprüht die Eier die letzten 2 Tage 2x täglich mit Wasser welches auf einen Liter 1 Esslöffel Essig gemischt wird, das weicht die Schalen noch besser auf.
ACHTUNG !!! Bei zu hoher Bruttemperatur können leicht Kücken mit Spreitzbeinen entstehen.

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Endlich, Tag 17 und somit Schlupftermin. Meist geht es auf die Stunde genau. Wenn die 1. Kücken schlüpfen herrscht Aufregung, da meint man immer eingreifen zu müssen. Nachdem die Kücken geschlüpft sind bleiben sie noch mind. 36 Stunden im Brüter bis sie richtig trocken sind. Keine Angst sie brauchen noch kein Futter oder Wasser, sie leben vom Dottersack den sie kurz vorm Schlupf erst einsaugen. Wenn sie trocken sind nimm ich sie raus und geb sie unter die bereits seit Stunden leuchtende Wärmelampe.
Wenn die erste Partie (ist meist die Mehrzahl) versorgt ist dann warte ich noch ca. 24 Stunden, danach helf ich den restlichen aus dem Ei. Sobald ich sehe dass eines die Schale durchpickt hat helf ich ihm und hols da raus. Das darf man aber auf keinen Fall machen bevor es den Dottersack eingezogen hat, sonst stirbt es.
Auch das Futter und das Trinkwasser sollten schon etwas auf Raumtemperatur gebracht werden. In den ersten 4 Tagen streue ich Putenstarter als Einstreu rein, wenn man jetzt schon Sägespäne verwendet fressen sie diese und gehen ein. Ab dem 5. Tag bzw. sobald sie die ersten Federkiele bekommen kann man Sägespäne einstreuen. Während ich sie reinklaube tauche ich ab und zu eines kurz mit dem Schnabel ins Trinkwasser damit sie wissen wo es was zu trinken gibt. Seit ich das mache sterben nur ganz wenige, meist nur die die eh sowieso zu schwach sind. Das "Kinderzimmer" muss man schon vorheizen damits schön warm ist bis die Babys kommen. Die Anfangstemperatur beträgt 38 Grad, diese reduziere ich dann mit einem Dimmer bzw. Thermostat täglich um ein Grad bis ich die Raumtemperatur erreicht habe, danach kann ich die Lampe ausschalten.
Das langsame Abkühlen ist sehr wichtig da sie sterben wenn man ihnen nach etwa 2 Wochen die Wärmelampe entfernt und die Raumtemperatur plötzlich von 38 Grad auf 20 heruntergeht.
Das untere Bild zeigt eine leere Schale nachdem das Kücken geschlüpft ist. Die zu schwachen Kücken sterben meist in den ersten 2 - 3 Tagen, das ist aber ganz normal und man braucht keine Schuldgefühle bekommen, das macht die Natur so. Schlimm ists wenn die Gesunden und zuvor kräftigen anfangen zu sterben, dann liegt die Ursache meist darin dass sie das Wasser oder das Futter nicht finden.............
© by T. Rudi
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So sehen sie am 2. Tag schon aus. 1x mit und 1x ohne Wärmelampe. Hier sieht man schön die Steinchen in der Tränke damit die Jungen darin nicht ertrinken können. Tiefes Wasser ist in den ersten Lebenstagen sehr gefährlich für die Jungen. Am unteren Bild sind 3 Tage alte.

Nach gut 2 Wochen ist die Wärmelampe dann auszuschalten. Natürlich sollte aber die Raumtemperatur trotzdem mind. um die 20 Grad haben. Auch nach 2 Wochen steig ich vom Kückenfutter (welches ich nur fertig kaufe) langsam auf ein eigens selbstgemischtes Jugendfutter um. Den Schieber der den Kückenraum vom Jugendraum trennt nehm ich jetzt auch heraus damit sie viel Platz haben.

© by T. Rudi Das sind sie mit 3 Wochen. Nun kann man auch schon die Geschlechter am Gefieder unterscheiden.
© by T. Rudi

Mit 5 Wochen bekommen sie dann das reine Legewachtelfutter welches ich auch selbst mische (= 40% Kostenersparnis gegenüber dem Fertig-Gekauften). Mit ca. 7-8 Wochen (nach der Jugendmauser) beginnen sie zu legen.



Ich hoffe ich konnte die Entstehung einer Legewachtel mit nem Flächenbrüter zu Ihrer Zufriedenheit erklären. Wenn noch Fragen offen sind bin ich gerne bereit sie per zu beantworten.

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